Geschäftsreisen – Verkehrsmittelvergleich

Die Anzahl der jährlichen Geschäftsreisen ist stetig am steigen und damit auch die mit ihnen verbundenen Ausgaben. Laut VDR Report wurden 2016 deutschlandweit rund 183,4 Mio. Geschäftsreisen vollzogen mit Gesamtausgaben von 51,6 Mrd. Euro. Dabei sind neben Übernachtungskosten und dem Verpflegungsmehraufwand allein rund 24 Mrd. Euro Fortbewegungsmitteln wie Flug, Bahn und Mietwagen zuzuordnen. Die Fortbewegungsmittel während einer Geschäftsreise können Mitarbeiter aus verschiedenen Alternativen auswählen. Diese haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, sowohl bezüglich der Reisezeit, der Reisekosten als auch in anderen Aspekten wie der Umweltfreundlichkeit. In diesem Blogeintrag stellt Declaree die gängigsten Reisemittel und deren Eigenschaften vor. Beim Anlegen einer Reise auf Declaree können diese ebenfalls ausgewählt und verarbeitet werden. Dabei wird der Verpflegungsmehraufwand auf Grundlage der Reise automatisch berechnet und kann ganz leicht hinzugefügt werden.

 

Die Verkehrsmittel im Vergleich

 

Flugzeug

 

Das Flugzeug ist bei weit entfernten Reisezielen oft die einzige Option, um in einem angemessenen zeitlichen Rahmen an das Ziel zu gelangen. Insbesondere bei Auslandsreisen führt meist kein Weg an dieses Transportmittel vorbei. Laut der VDR Geschäftsreiseanalyse 2017 fanden 2016 rund 10% der Geschäftsreisen innerhalb KMUs im Ausland statt und immerhin 28% der Geschäftsreisen in Unternehmen mit über 1500 Mitarbeitern. Bei Inlandsreisen hingegen sollte genauer geschaut werden, ob das Flugzeug sowohl die kostengünstigste Alternative ist, als auch ob es sich von der Zeiteinsparung lohnt. Nicht zuletzt ist auch die Umweltbelastung durch den hohen CO2-Ausstoß beim Fliegen sehr hoch. Der Stressfaktor beim Fliegen ist relativ niedrig, kann aber durch lange Wartezeiten und bei Personen mit Flugangst höher ausfallen.

 

Bahn

 

Statt dem Flugzeug bietet die Bahn insbesondere im Inland oft eine bequeme und zeitlich nicht nachteilige Alternative. Berücksichtigt man neben der eigentlichen Flugzeit nämlich die Aufenthaltszeit und An- und Abreisezeit vom Flughafen, so ist das Bahnfahren in vielen Fällen nicht viel zeitintensiver. Schnellstrecken zwischen vielen Großstädten Deutschlands ermöglichen eine Reisezeit von wenigen Stunden quer durch Deutschland (Bspw. Frankfurt a.M. – Hamburg unter 3,5 Stunden). Zusätzlich hat man durch die oftmals zentrale Lage des Bahnhofs schnelle Anbindungsmöglichkeiten für die Weiterreise.                                                  Bahnreisen gestalten sich zudem oft sehr komfortabel. Durch die Sitzgelegenheiten im Zug und einen meist in erster und zweiter Klasse vorhandenen WLAN-Anschluss, können Mitarbeiter oftmals auf dem Weg zum Ziel Teile der Arbeit erledigen. Kostenmäßig verhält sich die Reise mit der Bahn insbesondere bei der Beachtung von Sparpreisen und dem Reisen mit einer Bahn Card moderat. Bei flexiblen Reisen in erster Klasse kann es jedoch schnell auch mal teurer als ein entsprechender Flug werden. In puncto Umweltfreundlichkeit befindet sich die Bahn weiter vorne, da immer mehr auf Ökostrom gesetzt wird und sich somit der CO2 Ausstoß pro Reisender weiter verringert.

 

Flugzeug, Bahn oder doch lieber Bus? Jedes Fortbewegungsmittel hat seine Vor- und Nachteile.

 

Bus

 

Der Fernbus ist heutzutage ein anerkanntes Verkehrsmittel, auch unter Geschäftsreisenden. In 2016 gaben ein Viertel der Unternehmen an, dass Fernbusse von ihren Mitarbeitern genutzt werden. Ein immer besser ausgeweitetes Streckennetz macht dieses Fortbewegungsmittel flexibler und attraktiver. Allerdings ist der Fernbus auf vielen Strecken das zeitintensivste Verkehrsmittel, da oft Zwischenhalten eingelegt werden und somit nicht auf weiten Inlands-Strecken für Geschäftsreisende zumutbar. Was die Kosten und die Umweltfreundlichkeit betrifft liegt der Fernbus allerdings sehr weit vorn. Zudem könnte die längere Reisezeit aufgrund des WLAN-Angebots in den Bussen auch zum Arbeiten genutzt werden.

 

Eigener Pkw / Dienstwagen

 

Mit dem eigenen Pkw ist man oft am flexibelsten unterwegs. Der Mitarbeiter kann während der gesamten Reise selbst entscheiden, wann er losfahren und voraussichtlich ankommen möchte. Die meisten Kosten fallen für den verbrauchten Kraftstoff an und gerade bei kürzeren Strecken oder bei Reisen in Städte mit schlechter Anbindung ist das Autofahren oft am kostengünstigsten (je nach Unternehmen können Dienstfahrzeugs-Leasingvereinbarungen und -Kosten stark variieren). Beachten sollte man jedoch den potentiellen Stressfaktor und die erforderliche Konzentration, die mit dem Autofahren verbunden ist. Häufig können auch unvorhersehbare Staus auftreten, die eine zeitliche und psychische Belastung darstellen können. Das Arbeiten während der Reisezeit ist ebenfalls ausgeschlossen, wie es beispielsweise im Zug möglich ist.

 

Taxi

 

Um flexibel am Zielort zu einem nahem oder etwas abgelegenen Ort zu gelangen, bietet, solange man nicht mit dem eigenen Pkw unterwegs ist, das Taxi oft die bequemste Alternative. Demnach ist das Taxi neben dem Leihwagen die beliebteste Wahl für die weitere Fortbewegung nach Ankunft am grundsätzlichen Zielort (Chefsache Business Travel Studie 2016). Öffentliche Nahverkehrsmittel sind für Geschäftsreisende oft unattraktiv und der Gebrauch von Carsharing-Angeboten oder Mietfahrrädern ist erst langsam im Kommen.

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